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„Simon reist nach Amerika“

„Simon reist nach Amerika“

Eine Gruppe von Freunden aus Erfurt, die sich im Kinder- und Jugendhospiz Tambach-Dietharz bei einem gemeinsamen Blog-Projekt kennenlernten (simonsweltblog.wordpress.com und dokupark.de) hatte eine Idee: warum nicht Simon seinen Traum einer Amerika-Reise ermöglichen? 20.000 Euro waren nötig, um ein Filmprojekt mit Simon in der Hauptrolle zu finanzieren, in der er in einem speziellen Wohnmobil mit Lift einen Monat durch die USA reist. Was die Jugendlichen in Erfurt mit vielen Unterstützer*innen ermöglicht haben, hat alle überrascht. Sogar Sat1 und die drei großen Zeitungen in Thüringen haben berichtet, die Kirche und die Bühne waren voll zum Benefizkonzert. Simon, der davor eher depressiv war, kaum wegging und keine Freunde hatte, steht seitdem wieder mitten im Leben, geht mit seinen neuen Freunden zur Fete de la Musique, ins Fritzer zu seiner Lieblingsband RammTammTilda oder reist eben bis nach San Francisco – trotz Muskeldystrophie Duchenne, unheilbar. Er kann nur noch seinen kleinen Finger bewegen, aber bewegt seine ganze Umwelt. Was der Kopf nicht alles kann. In seinem Dokumentarfilm „The Summer of Simon“ soll diese Normalität eines Jugendlichen, der seinen Rollstuhl und die Krankheit gegen eine unvergessliche Reise mit Freunden und Familie eintauscht, nachhaltig weiterverbreiten. Die bewegende Zeit der Kampagne war aber fast das noch größere Abenteuer als die Reise selbst. So viele Freundschaften sind entstanden und wir haben im Team erlebt, was wir alles bewegen können, wenn man wie Simon einen Traum hat und ohne Zweifel diesen Traum verfolgt.

Die Erfahrungen im Kinderhospiz und bei den Familien zuhause haben für uns alle viel verändert. Unsere Sichtweise hat sich geändert, weil wir Barrieren besser verstehen, aber in den USA auch eine viel Rolli freundlichere, offene Gesellschaft erlebt haben und wir versuchen, die Idee, diese Selbstverständlichkeit und Normalität der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder sogar unheilbaren Nerven-Krankheiten in Erfurt fortzusetzen in einem neuen Medienverein. Wir haben seitdem viel über Stärken und Team gelernt, über Zusammenhalt und Jugendarbeit, zumal die Herausforderungen in allen Projekten von „Die Zeit ist eine Brücke“, die inzwischen ein großes „Werwölfe-Rudel“ sind (benannt nach unserem Lieblingsspiel), nicht gering waren. Sehr unterschiedliche Menschen und Lebensläufe kreuzten sich in den Projekten und so haben wir auch viel Toleranz gelernt. Durch die Medienpräsenz der Projekte können wir unsere Erfahrungen auch teilen und transparenter machen. Dazu gehört der anschließende Dokumentarfilm mit Interviews als Bonusmaterial, der andere Menschen beflügeln und anleiten soll, solche Projekte mit jungen Menschen zu verwirklichen. Dazu gehören auch die Videodokumentationen der Jugendlichen in eigenen Serien zu ihren Projekten in der eigenen Mediathek dokupark.de und auch Fotos und Texte auf den Social Media Kanälen von Dokupark.

Alter: 20 – 22 Jahre

Trailer zum Crowdfundingaufruf:

Dokumentationsfotos: